www.parow-info.de  (Stand:27.08.2015) 

Versuchsboote

Inhalt:
Erste Spuren / Letzte Spur / Weitere Spuren / Bisher in der Literatur erwähnte / Zusammenfassung und Fragen / Projekt Möwe /

Eine Klarstellung vorab: Hier wird keine weitere Foto-Quiz-Seite aufgemacht, denn der wesentliche Unterschied besteht hier darin, dass selbst der „Quiz-Master“ noch keine befriedigende Lösung hat!

Versuchsboote – Einordnung offen
Mit dieser Veröffentlichung ist die Hoffnung verbunden, der Lösung zumindest etwas näher zu kommen, letztlich müssen doch einige Marineangehörige fast aller Dienstgrade diese Boote „in natura“ vor den Augen gehabt haben.

1. Erste Spuren und Existenz-Nachweise:
Bild 1 zeigt ein Boot in der Peenewerft Wolgast, lt. Zeitzeugen im Jahr 1960; es wurde kurz zuvor aus der Halle zur Absenkanlage verlegt.
Auffälligkeiten:  -  relativ viel Werftpersonal, aber offensichtlich keine Seestreitkräfte-Offiziere (lt. Vegetation: Jahreszeit von Mai - Oktober → weiße Mützenbezüge),
   -  bulliger, von achtern gesehen „kastenförmiger“ und hoher Bootskörper; am Heck fast quadratischer Querschnitt; kleine Fahrer-„Kanzel“,
     -  keinerlei Bewaffnung, auch nicht vorbereitet, erkennbar,
     -  weiße Markierungen, sowohl parallel zur Schwimmlinie, als auch senkrecht,
 
Bild 2 zeigt ein Boot in / nach Erprobungen im Jahr 1960.
Auffälligkeiten:  -  Versuche/Erprobungen durch „Zivilisten“,
   -  weiße Markierungen wie Bild 1,
   -  keine Kennung, weder „W“ - noch „V“-Bord-Nr.,
   -  Deck ab „Kanzel“ hin zum Vorsteven abfallend,
     -  „kiemenartige“ Öffnungen hinter der „Kanzel“ (Luftzuführung für Maschinenraum?),
2. Letzte Spur:
Bild 3 ohne jeglichen Kommentar zeigt ein Boot auf offener See.
Auffälligkeiten:  -  ohne Besatzung?,
 -  vorn eine verrutschte Persenning (zur Abdeckung der Kanzel etc.?)
   -  keine Kennung.
     
Ergänzung: Es soll sich um ein LTS-Versuchsboot mit einem Motor handeln. Hier im Bild soll die Standhaftigkeit des Bootes mit hoher Geschwindigkeit bei Beschuss mit einem 37 mm Geschütz des KSS getestet worden sein. Dazu sollen das Oberdeck gelb und die Seitenwände blau gestrichen worden sein.

 

Fazit:  -  Das Bild 3 zeigt, wenn nicht das gleiche Boot wie Bild 1 und 2, dann aber eines mit fast gleichen Konstruktionsmerkmalen.
   -  Während die ersten aus 1960 datieren, entstand Bild 3 entsprechend Bord-Nr. des KSS zwischen Dez.1962 und Dez.1965!
   -  Bei den senkrechten Markierungen (Bild 1 und 2) können mit Sicherheit  Abteilungen/Schotte und wenn man von der aufgepönten Nummerierung (Bild 2) ausgeht, wohl auch Spantabstände ausgeschlossen werden. Im Vergleich zur Breite der Kanzel-Einstiegsluke (sehr wahrscheinlich 60 cm wie Normbreite von Schott-Türen und Luken) entsprechen diese Markierungen eher 1-m-Abständen. Danach hätte die Rumpflänge des Bootes nur ca. 10,7 m betragen!

 

3. Weitere Spuren auf einem anderen Schauplatz:
Bilder 4 und 5 zeigen lt. Zeitzeugen ein Boot am 7. Oktober 1962 in Ribnitz, bezeichnet als „Büffel“!
Auffälligkeiten:  -  offenbar keinerlei „Geheimnisschutz“,
   -  keine Kennung,
   -  Bootsführung 1 Offizier und 1 Zivilist,
     -  Vorschiff und Kanzel wie Bilder 1-3,
   -  „provisorisches Auspuffrohr“ (?) frei und quer über Deck,
   -  erstaunliche Belastbarkeit und Strapazierfähigkeit des Oberdecks angesichts der Personenzahl und der „Stöckelschuhe“ der Damen,
   -  es fällt schwer zu glauben, dass es sich hier noch um die Zeit von Erprobungen handelt.
     
Ergänzung: Der „Büffel“ ist mit dem Projekt „Möwe“ (siehe unten) identisch. Das Boot war zur Erprobung und zur Einweisung von LTS-Personal nur in Ribnitz stationiert.
Nach der Nutzung soll es an eine private Person verkauft worden sein. Dieser soll das Boot umgebaut haben. Weiteres ist noch nicht bekannt.

 

Fazit:  -  Die Ähnlichkeit mit de(n/m) Boot(en) auf Bild 1-3 ist unverkennbar.
   -  Aber es handelt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um ein anderes Boot, als Vor- oder Nachläufer einer Kleinserie.
Beweis: Jeweils der Übergang von Bordwand zum Oberdeck, bei Bild 1-3 fast rechtwinklig, bei Bild 4 und 5 mit Radius und „Mini-Scheuerleiste“. Dass diese aufwendigen Änderungen an einem Boot im Ergebnis von Erprobungen durchgeführt wurden, ist wenig wahrscheinlich.

 

4. Bisher in der Literatur erwähnte, aber nicht mit Fotos dokumentierte Versuchsboote:
   Quellen: {1} H.Mehl / K.Schäfer/U.Israel „Vom Küstenschutzboot zum Raketenschiff“
  {2} H.Mehl/K.Schäfer „Die andere deutsche Marine“
  {3} F.Elchlepp/W.Jablonsky/F.Minow/M.Röseberg „Volksmarine der DDR“
  {4} M.Röseberg „Schiffe und Boote der Volksmarine der DDR“
  {5} D.Strobel „Peene-Werft Wolgast“
  {6} K.Schäfer „Typenkompass DDR-Volksmarine“ (Kampfschiffe / Versuchsschiffe)

 

a) {1}, {4} Boote der Roßlauer Schiffswerft:  -  M1 : Entwickelt 1953, Alu genietet, 2 Motore , Länge 10,61 m { Versuche Ende der
     -  M2: Entwickelt 1954, wie M1, aber mit korrigiertem Bootskörper 50er bis Anfang der
     -  M3: Entwickelt 1955, wie M2, aber Holzplatten auflaminiert, Länge? 60er Jahre
    [M4: Entwickelt 1957, Tragflügelboot, [Foto] → keinerlei Ähnlichkeiten]
b) {2}, {4} Boote der Roßlauer Schiffswerft: [Projekt 81, Erprobung 1960, Alu genietet, 1 Motor, Länge 13,5 m] [Foto]
    [Projekt 81.2 = v.g. Boot, nur zusätzlich mit Tragflügeln, [Foto → entfällt damit] Erprobung am 03.12.1963 abgebrochen.
c) {1}, {2} Greifswalder Bootswerft: Projekt 58 „Möwe“, Erprobungen 1959/60, aus GFP-Material in Laminatbauweise, Boot im Jargon „Plastbomber“ genannt.
    Bemerkungen zu den unten stehenden Ausführungen:
Wieder mal ein glücklicher Umstand, daß jetzt auch zu diesem bisher in der Fachliteratur recht stiefmütterlich behandelten Boot einige Informationen zugänglich wurden. Zwar fehlen wichtige Details wie Spantenriß, Fahrerkanzel oder Fotos vom fertigen Boot und auch Angaben zu den Tests sowie Verbleib, aber es lassen sich doch einige wesentliche Rückschlüsse auf eventuelle „Verwandschaft“ mit den bisher per Fotos vorgestellten Versuchsbooten ziehen.
Die Form des reinen Bootskörpers in der Seitenansicht führt nicht weiter, könnte im Prinzip auf beide Vorstellungen zutreffen.  Aber aus den TTD die Länge und die Angabe eines Decksradiusses (von 15 cm) passen aus der bisherigen Kenntnis nicht zu dem Boot auf den Bildern 1-3, dafür jedoch dieser Decksradius genau zum Boot Bilder 4-5. Das freiliegende Auspuff-Rohr auf Bild 5 sieht allerdings weder nach einer ordentlichen Projektausführung noch nach wassergekühlt aus, aber möglicherweise ist dies bereits nach Abschluß der Tests und/oder eine erste „Behelfs-Reparatur“. Fazit: Dieses Boot könnte mit dem „Büffel“ in Ribnitz identisch sein!
d) {1}, {2},
    {4}, {5}
Versuchboote Projekte 63 u. 68: Bau und Erprobungen dieser Boote fallen in die fragliche Zeit, aber es gibt nicht für alle und deren Modifizierungen sicher zuordenbare Fotos. Trotzdem können sie wohl bei den weiteren Betrachtungen entfallen, weil in der Aufgabenstellung Torpedobewaffnung gefordert und auch erprobt wurde. Der Ausnahmefall einer (zusätzlichen) Artilleriebewaffnung ist mit Fotos belegt.

 

5. Zusammenfassung und Fragen:
   -  Es handelt sich offensichtlich um mindestens 2 verschiedene, aber sehr ähnliche Versuchsboote
   -  Zeit: 1959/60 bis mindestens Ende 1962
   -  In der Bau Nr.-Liste der Peenewerft {5} gibt es außer 2 (!) Versuchsbooten des Projekts 63 keine Bau-Nr. für weitere derartige Boote. Im Falle Bild 1 könnte das dann nur bedeuten, daß dieses Boot auf der Peenewerft lediglich die Endausrüstung erhielt oder nach Erprobungen einige Veränderungen.
   -  Zuordenbare veröffentlichte Fotos sind z.Z. nicht bekannt.
Fragen:  -  Wer kann weitere Angaben zu diesen Booten machen (Typ, TTD, Bauwerft, Standorte, Versuche usw.)
   -  Wer hat (oder kennt) weitere Fotos von diesen Booten?
   -  War „Büffel“ eine Typ-Bezeichnung oder lediglich wegen Aussehen üblich in der Umgangssprache?

© 2013 - 2014 Horst Maiwald / Peter Kieschnick


Versuchsschnellboot Projekt MÖWE, Projektnummer 58

von Olaf Pestow

Ende der 50er-Jahre d.v.Jh. sind seitens der DDR-Seestreitkräfte Anstrengungen und Versuche unternommen worden, die Radarreflektionen und damit den Reflexionskoeffizienten künftiger maritimer Kleinkampfmittel zu reduzieren. Es wurden – nach den Ergebnissen der bisherigen Recherche – möglicherweise bis zu drei Werften beauftragt, hierzu Versuchsrümpfe in Schnellbootgröße mit unterschiedlichen Werkstoffen zu bauen. Ein Auftrag ging nach Greifswald - Bau eines Bootes aus Kunststoff mit einem speziellen Werkstoff: glasfaserverstärktes Polyesterharz. Zumindest im Falle dieses Versuchsschnellbootes lieferte das Institut für Schiffbautechnik Wolgast (ISW) den Entwurf, und, im Zuge der Anwendung neuer Technologien auch die Fertigungsanleitung sowie die Vorgaben für die Werftausstattung. Das Bauvorhaben erhielt den Projektnamen MÖWE und die Projektnummer 58. Inwieweit Entwürfe für die anderen möglichen Boote aus dem Hause ISW kamen, konnte noch nicht geklärt werden. Eine Einbindung des ZIS-Halle (Zentralinstitut für Schweißtechnik Halle) in die Fertigungstechnologie kann nicht ausgeschlossen werden.

Der Bau des Versuchsschnellbootes vom Projekt 58 MÖWE erfolgte auf der VEB(K) Boots- und Reparaturwerft Greifswald (bis 1952 die Buchholtz‘sche Werft).

Grundlage der Recherche für das Versuchsschnellboot vom Projekt 58 MÖWE sind folgende Dokumente aus dem Stadtarchiv Greifswald (StAG):

  1. „Chronik unseres Betriebes. Aus Anlass des 10-jährigen Bestehens des VEB(K) Boots- und Reparaturwerft Greifswald“ (26.04.1963)
  2. StAG – Rep. 71, Nr. 366 Bauvorschrift Versuchsbau „MÖWE“
  3. StAG – Rep. 71, Nr. 492 Vorbereitung Bau eines Versuchsbootes für die Volksmarine 1959. Bauplan, Übersichtszeichnung, Außenhaut-Füllkörper, Form für das Deck, Fertigungstechnologie. Hier enthalten: Schreiben des ISW an VEB Boots- und Reparaturwerft Greifswald Z10 Fü/Ha Tgb. Nr. 3868 vom 27.08.1959 „Verarbeitung von glasfaserverstärktem Polyesterharzen“, Fertigungstechnologie und Einrichtung der Montagehallen

Auszüge aus (1)
Stadtarchiv Greifswald – Leihgabe der Greifswalder Museumswerft e.V.
„Chronik unseres Betriebes. Aus Anlass des 10-jährigen Bestehens des VEB(K) Boots- und Reparaturwerft Greifswald“ vom 26.04.1963.
Auf Seite 32 sind Hinweise auf den Bau des Versuchsschnellbootes enthalten:

Auszüge aus (2)
Stadtarchiv Greifswald – Rep. 71, Nr. 366
VEB(K) Boots- und Reparaturwerft Greifswald
Abteilung Bootsbau/Projektierung
Bauvorschrift Versuchsbau „MÖWE“
1960
Zeichnungs-Nr. 58.31-081.0
Institut für Schiffbautechnik Wolgast
Wolgast, 06.05.1960

Zweck

Hauptabmessungen
- Länge über Alles: 13,70 m
- Länge auf KWL: 13,00 m
- Breite über Alles:   3,62 m
- Breite auf KWL:   3,25 m
- Konstruktionstiefgang:   0,90 m
      
- der Rumpf besitzt drei Querschotte
  º Spant    0 - 2,8 Ruderanlage
  º Spant 2,8 - 6,8 Treiböl
  º Spant 6,8 - 10,8 Maschine
         
- Kommandantenstand mit Vollsichthaube
- Einstieg vom Deck aus, es sind keine Türen oder Mannlöcher in den Schotten vorgesehen
   
Konstruktion
- Querspantenbauweise
- Rumpf aus glasfaserverstärktem Polyesterharz
   
Einrichtung
- Kommandoraum mit zwei Sitzen
  º Steuerbordseite: Bootsführer (Ruder- und Maschinenbedienung)
  º Backbordseite: Beifahrer (Funk und Messinstrumente)
         
Ausrüstung
- hinter dem Fahrstand ein Mast für die Lichterführung
- ein Ruder
- ein Anker im Kommandostand mit 10 kg und 40 m Perlontrosse
   
Maschine
- wassergekühlter Zweitakt-Doppelkolben-Dieselmotor Jumo 205 D
- 6 Zylinder (Gegenkolben-Prinzip)
- 1800 U/min, Ne=400 PS (an der Kurbelwelle)
- im Motor befindet sich eine Stirnradübersetzung
- Reduzierung der Drehzahl auf 1140 U/min
- am Motor ist ein Wendegetriebe angebracht
- Auslegung des Getriebes für 480 PS bei 1250 U/min
- Einbau einer Mittschiffswelle eines KS-Bootes
- rechtsgängiger Propeller eines KS-Bootes mit 820 U/min
- wassergekühlte Auspuffanlage
- vier Akkumulatoren für die Startermotoren und die Positionslaternen (24V)
   
Funk
- ein SEG 75 mit 4m-Stabantenne
- Funkbatterie
   

Auszüge aus (3) und dem Schreiben
Stadtarchiv Greifswald – Rep. 71, Nr. 492
Vorbereitung Bau eines Versuchsbootes für die Volksmarine 1959. Bauplan, Übersichtszeichnung, Außenhaut-Füllkörper, Form für das Deck, Fertigungstechnologie.

In dieser Mappe werden umfangreiche Angaben und Hinweise bezogen auf die Fertigungstechnologie seitens des Instituts für Schiffbautechnik Wolgast mit glasfaserverstärktem Polyesterharz als neuem Werkstoff gegeben. Des Weiteren sind einige wenige Zeichnungen vorhanden, die sowohl den Kunststoffrumpf darstellen, als auch die Stellagen für den Bau in der Montagehalle der Werft.

Ein Schreiben des ISW an die VEB Boots- und Reparaturwerft Greifswald Z10 Fü/Ha Tgb. Nr. 3868 vom 27.08.1959 „Verarbeitung von glasfaserverstärktem Polyesterharzen“ - Fertigungstechnologie und Einrichtung der Montagehallen - weist zusammen mit einer mehrseitigen Anlage ausdrücklich auf die technischen und technologischen Probleme im Hinblick auf die Beherrschbarkeit der Verarbeitung von glasfaserverstärktem Polyesterharzen hin. Es wird insbesondere auf die Tropfzeit, Gelierzeit und Aushärtezeit hingewiesen sowie auf den Einsatz von Katalysatoren und Beschleunigern. Weiterhin ist die Einrichtung der Montagehalle und der notwendige technologische Ablauf beschrieben.

Einige weitere Daten des Bootes, beschrieben als „Büro-Aufmaße“ – auf Außenkante
Außenhaut = Innenkante Form:

- Länge über Alles: 13,80 m
- Länge zwischen den Loten: 13,00 m
- Breite auf Außenhaut:   3,608 m
- Höhe Seite Deck auf ½ Länge:   2,45 m
- Konstruktionstiefgang:   0,90 m
- Spantentfernung:   0,50 m
- Decksbucht:   0,05 m
- Decksradius:   0,15 m

Beiliegende Zeichnung des Fertigungs-Rumpfes ist aus rechtlichen Gründen nur mit einer Pixeldichte von 70 dpi publizierbar.

Ein besonderer Dank gilt dem Stadtarchiv Greifswald für die fachlich fundierte und freundliche Unterstützung.

Olaf Pestow
DGSM, Regionalgruppe Vorpommern

Die Veröffentlichungsgenehmigung der Bildvorlage für die Internetseite www.parow-info.de/Einheiten/206/VersB.html liegt seitens des Stadtarchives Greifswald bei Herrn Olaf Pestow, Greifswald, vor und kann bei Bedarf zur Verfügung gestellt werden. Die Genehmigung bezieht sich auf die Bildvorlage Rep. 71, Nr. 492, Bl. 32 und Rep. 71, Nr. 492, Bl. 66.
Eine weitere Veröffentlichung oder die Weitergabe der Bildvorlage an Dritte bedarf der schriftlichen Genehmigung des Stadtarchives Greifswald.