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Schleppboot Typ „Elbe“

Werftprojekt-Nr.: 2204 (2203)

Die Volksmarine brauchte ein Schleppboot für Binnengewässer und Bodden, das auch zum Brechen von 5cm dicker Eisdecke eingesetzt werden sollte. Dieses Boot sollte auch die bisher verwendete Motorbarkasse MB-12 ersetzen.
Der VEB Yachtwerft in Berlin-Köpenick hatte bereits 1960 das Schleppboot Typ „Elbe“ (Werftprojekt 2202) in Serie hergestellt. 1962 wurde noch eine verbesserte Serie (Werftprojekt 2203) gebaut.

Die Volksmarine erprobte 1964 zwei Boote des Werftprojekts 2203 und übernahm diese. 1965 folgten noch weitere vier Boote. Alle sechs Boote wurden später modifiziert. Nach anderen Quellen wurden diese sechs Boote bereits unter „Werftprojekt 2204“ geführt.

1966 / 1967 wurden sechs Boote des Werftprojekts 2204 übernommen. Bei diesen waren zusätzliche Sitzbänke und eine Reling auf dem Vorschiff eingebaut. Der Schiffskörper war für Eisfahrten verstärkt und der Schallschutz verbessert. Achtern waren zusätzliche Backskisten und eine Persenningabdeckung dazugekommen. Für Haff-Fahrten kam ein Magnetkompass an Bord.

Die Schleppboote wurden in den Hafenkommandos (Hako) eingesetzt, so auch in Parow.
Eine Umklassifizierung erfolgte Dezember 1986 von „Schleppboot“ in „Reedeschlepper“.

Bereits 1967 wurden drei Boote und 1969 eins an den Seehydrographischen Dienst (SHD) übergeben. Dort dienten sie als Schlepp- und Seezeichenbarkassen.

Die genaue Indienststellung und Außerdienststellung der Boote sind unbekannt!

Bemerkung: 
Suche Fotos von der „Elbe“, die ich veröffentlichen darf.

Technische Daten:

Verdrängung: 15,5 t
Länge über alles: 14,5 m
Breite über alles: 3,45 m
Tiefgang: 0,85 m
Motor: ein Dieselmotor 4NVD21/2
  Leistung: 66 kW
Geschwindigkeit max.: 12 bis 15 kn
Bewaffnung: keine
Besatzung: 2

© 2011 - 2015 Peter Kieschnick

Eine Chronologie der Bordnummern Schleppboot Typ „Elbe“ ist durch  Helbe und Horma erarbeitet worden. Diese Chronologie unterliegt dem Urheberrecht. Für private Nutzung ist diese frei. Für Veröffentlichung in Print-Medien und/oder im Internet bedarf es der Genehmigung durch die Autoren. Das gilt auch für Auszüge aus dieser Chronologie.
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