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Bericht eines Soldaten:

der in dem Reitstall an der Ecke Mühlenstraße/Mönchstraße, wo die Toten hingebracht wurden tätig war:
„Wie hatten in einer Reithalle unseren Sammelpunkt. In der Reithalle war sehr viel Sägemehl, davon wurden immer in die Notsärge geschaufelt, damit nicht alles rausläuft wenn die zerfetzten Leichen drinnen lagen.
Es war schlimm, manchmal konnte man nicht erkennen was es war, oft war es nur ein Brei der angebracht wurde............., zerfetzte Männer, Frauen und Kinder... Wir suchten nach Hinweisen zur Identifizierung.
Es gab keine richtigen Särge, nur Behelfssärge wie Kisten, später gab es nur noch Decken.
Wir hatten immer zu Rauchen und genug zu trinken (Alkohol). Essen ging nicht, das wäre nie drinnen geblieben bei den Anblicken.
Nach dem achten Tag konnte ich nicht mehr, ich war fertig, mit den Nerven am Ende. Die ganzen Listen mit den ca. 400 Toten - alles genau aufgeschrieben. Ich meldete, daß ich nicht mehr weiter machen konnte, ich konnte die Listen nicht mehr schreiben, die Hände zitterten. Der Einsatz dauerte zehn Tage, zehn Tage in einer Halle mit Toten“