Selbständige Seekette des Hubschraubergeschwaders 31
im Jahr 1962

Flugplatz: Parow

Hubschrauberbestand

Soll: zwei Mi-4A

Stand der Ausbildung des fliegenden Personals

Die Kette zählte vier komplette Besatzungen und drei weitere Flugzeugführer. Die Besatzungen waren in der Lage:

Nach Auslösung von Gefechtsalarm war die Hubschrauberkette in 60 Minuten (x+60) mit der Einnahme der Bereitschaftsstufe I einsatzbereit und bereit zur Verlegung oder Dezentralisierung. Die Gefechtsbereitschaft wurde im Oktober 1962 mit „befriedigend“ eingeschätzt. Der Mangel bestand in der fehlenden Technik, wie z.B. keine Funkstation großer Leistung, kein UKW-Peiler, Funkfeuer und Funkstation waren nicht mobil.

Ausrüstung

ein stationäres Funkfeuer PAR-3b         ein LKW Typ IFA G-5 in der Ausführungsvariante Tankwagen,
zwei stationäre Funkstationen R-800 S   ein LKW Robur Garant 30k in der Ausführungsvariante Rettungswagen RTW
eine stationäre Funkstation R-805   ein Einsatzwagen
eine Funkstation des Flug-Leitoffiziers UKW R-809   zwei Öltankwagen (einer seit längerer Zeit defekt)
    ein 4-Flaschen-Löschgerät

Waffen und Munition

Handfeuerwaffen   Munition
elf Pistolen Typ M   384 9 mm Pistolenpatronen
elf MPi-Kms   4360 7,62 mm M43 Stahlkern für MPi
1 Leuchtpistole doppelläufig    
    für Bordbewaffnung der Hubschrauber
    200 12,7 mm Panzer-Brand-Leuchtspur-Geschosse
    600 12,7 mm Panzer-Brand-Geschosse

Die Waffen und die Munition wurden bis zum 31.10.1962 an das Hubschraubergeschwader 31 zurückgeführt.

Am 15.09.1962 wurde die Seekette des Hubschraubergeschwaders 31 aus dem Bestand der Luftstreitkräfte/Luftverteidigung herausgelöst und dem Kommando der Volksmarine als selbständige Hubschrauberkette der Volksmarine unterstellt.

© 2016 Peter Kieschnick