Selbständige Hubschrauberkette

selbständige Seekette

Auf Befehl des Ministers für Nationale Verteidigung vom August 1959 wurde innerhalb der ersten Hubschrauberstaffel (Brandenburg-Briest) im September 1959 eine Seekette gebildet. Diese sollte von Parow aus im Interesse der Seestreitkräfte handeln.

Es erfolgten umfangreiche Arbeiten auf dem zukünftigen Flugplatz Parow. Die Trümmer des alten Seefliegerhorst mußten beseitigt werden. Dies geschah durch das Zentrale pioniertechnisches Kommando der Seestreitkräfte.

Bereits im Oktober 1959 erfolgte die erste Landung mit einem Hubschrauber Mil Mi-4A in Parow, anwesend waren Vizeadmiral Verner und Konteradmiral Ehm. Der Flugplatz wurde beurteilt:

„Starts und Landungen von gleichzeitig 2 Hubschraubern am Tage unter einfachen Wetterbedingungen bei Berücksichtigung des „begrenzten Platzes“ sind möglich.“

Die Verlegung eines Vorkommandos zum Aufbau der Hubschrauberkette erfolgte im März 1960.

Zwei Hubschrauber Mil Mi-4A wurden nach Parow verlegt. Die selbständige Seekette war der Luftstreitkräfte unterstellt und im Operativen Bereich der Volksmarine. Nach einer fliegerischen Umschulung durch die Luftstreitkräfte kamen die ersten vier Offiziere der Seestreitkräfte 1960 nach Parow.
Am 01.01.1961 wurde die Hubschrauberstaffel in Hubschraubergeschwaders 31 umbenannt.

Der Flugplatz, konnte auf Grund der baulichen Gegebenheiten zunächst nicht mehr als zwei Hubschrauber aufnehmen. Die Verhältnisse in Parow machten alle 2 bis 3 Monaten eine Verlegung auf den Feldflugplatz Purksdorf notwendig.  

Bereits vom 23.05.1961 bis 31.05.1961 verlegte die Seekette des Hubschraubergeschwaders 31 (Standort Parow) mit zwei Hubschraubern Typ Mi-4A und der erforderlichen Technik zum GST-Flugplatz Purkshof. Es wurden Kurier- und Aufklärungsflüge für eine Kommandostabsübung sichergestellt. Die Aufgabe der Übung war eine fiktive taktische Landung auf der Insel Fehmarn

Weitere Informationen: Jahr 1961 | Jahr 1962

selbständige Hubschrauberkette der Volksmarine

Am 15.09.1962 wurde die Seekette des Hubschraubergeschwaders 31 aus dem Bestand der Luftstreitkräfte/Luftverteidigung herausgelöst und dem Kommando der Volksmarine als selbständige Hubschrauberkette unterstellt.

Eine der ersten schwierigen Aufgaben bekam die Hubschrauberkette der Volksmarine am 09.11.1962. Es galt eine Schleppverbindung zwischen zwei MLR-Schiffen herzustellen. Es herrschte schweres Wetter, See 6-7, Wind 9. Trotz intensiver und andauernder Versuche gelang es nicht, eine Schleppverbindung herzustellen, die Hubschrauber wurden immer wieder von den Böen abgetrieben. [weitere Informationen]

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