Film „D III 88“

Filmprospekte
weitere Bilder unten sind aus Prospekt Nr. 2982 (s.h. links)

Der Film „D III 88“ ist ein nationalsozialistischer Kriegs- und Propagandafilm.

Ablaufbahn vor der Seehalle III
des Seefliegerhorstes Parow.
Er entstand 1939 unter der Regie von Herbert Maisch. Dieser Film wurde produziert durch die „Tobis-Filmkunst
Holzpier mit Kran am Hafen im Seefliegerhorst Parow
 GmbH“ Berlin unter der Leitung von Fred Lyssa. Die Aufnahmeleitung hatten Ernst Körner, Harry Dettmann und Anton Walkenbach. Der Film wurde in den Tobis-Ateliers Berlin-Grunewald und Berlin-Johannisthal gedreht. Die Flieger- und Fliegerhorstaufnahmen wurden hauptsächlich auf dem Fliegerhorst Parow gedreht, wobei auch Aufnahmen auf dem Fliegerhorst Greifswald entstanden sein sollen.

Der Film erhielt zweimal eine Zensur, am 04.10.1939 und am 07.12.1942. Die Uraufführung erfolgte am 26.10.1939 in Stralsund vor Angehörigen der Luftwaffe, vor allem aus Parow und für die Öffentlichkeit am 27.10.1939 im Ufa-Palast am Zoo in Berlin.

Handlung des Filmes:
Die beiden Freunde Obergefreiter Fritz Paulsen und Robert Eckhard geraten bei einem Nachtflug in ein schweres Unwetter mit schlechter Sicht und Vereisung. Das Klima zwischen der Flugzeugbesatzung wurde immer schlechter. Nach einem Streit zwischen den beiden Obergefreiten überredet Fritz Robert zu einem gefährlichen Flugmanöver, was zu einer Notlandung führt. Die Freundschaft schlägt in Feindschaft um.
Da dieses menschlich verständliche Sichgehenlassen nicht mit der militärischen Disziplin vereinbar ist, haben beide damit ihre Fliegerlaufbahn aufs Spiel gesetzt. Der Kommandeur Oberstleutnant Mithoff verhängt ein Flugverbot für die beiden. Damit können sie nicht am Manöver teilnehmen.
Der beliebte Oberwerkmeister Bonicke, der Flieger im 1.Weltkrieg war und nach einem Schulterschuss seinen militärischen Dienst beenden musste, sorgt jedoch dafür, dass die beiden wieder fliegen dürfen.
Die beiden Obergefreiten finden wieder zueinander und zeigen hohes fliegerisches Können beim Manöver und gewinnen dadurch wieder das Vertrauen des Kommandeurs.
Im weiteren Verlauf des Manövers müssen Robert und Fritz erneut notlanden, diesmal in der Nordsee. Es ist keine Hilfe in Aussicht. Der Oberwerkmeister Bonicke macht sich mit seiner alten Maschine, einer Fokker Dr.I mit der Registriernummer D III 88, auf die Suche nach den beiden und schafft es, ein Schiff zur Unglücksstelle zu lotsen. Dabei hält sein Flugzeug die Belastungen nicht mehr stand, und Bonicke kommt ums Leben.

Filmdaten:

Format: 35 mm, s/w, 1:1,18
Länge: 2984 Meter (1. Zensur); 2931 Meter (2. Zensur)
Laufzeit bei Kinoprojektion: 109 min und 4 sec (1. Zensur); 107 min und 8 sec (2. Zensur) bei 24 Bilder/Sekunde
Drehbuch: Hans Bertram, Wolf Neumeister
Kamera: Georg Krause, Heinz von Jaworsky, Ernst Kunstmann
Flugtechnische Leitung: Hans Bertram
Militärische Beratung: General der Luftwaffe Wilberg
Marine-Beratung: Oberleutnant zur See a. D. Voigt

Rollen und ihre Darsteller

Obergefreiter Fritz Paulsen Heinz Welzel
Obergefreiter Robert Eckhard Hermann Braun
Oberwerkmeister Bonicke Otto Wernicke
Oberleutnant Mithoff Christian Kayßler
in weiteren Rollen: Adolf Fischer, Fritz Eberth, Karl Martell, Paul Otto, Carsta Löck, Hans Bernuth, Paul Bildt, Ernst Dernburg, Heinz Engelmann, Erich Dunskus, Ilse Fürstenberg, Malte Jäger, Ferry Reich, Josef Kamper, Hilde Land, Egon Vogel, Eduard von Winterstein, Günther Markert, Wolfgang Staudte, Walter Gross, Theo Brandt, Horst Birr

Frage: ist das ehemalige Schafstall am Fliegerhorst Parow in Richtung Prohn?
Blick in der Funkstube
Wer kennt die Geräte?
 

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