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Hintergrund
der vorzeitigen Umbenennung 1. Landungsschiffbrigade in Transportschiffsbrigade

Am 29. Januar 1989 wurde eine „Erklärung des Komitees der Verteidigungsminister der Teilnehmerstaaten des Warschauer Vertrages” abgegeben. In ihr wurden auch „Angaben über die zahlenmäßige Stärke der Streitkräfte und Rüstung von Warschauer Vertrag und NATO in Europa und den angrenzenden Seegebiet” mit Stand 01. Juli 1988 veröffentlicht.

Die führenden Militärs der DDR erhielten dieses Dokument als Vorabinformation. Dabei wurde u.a. festgestellt, dass in der Kategorie Landungsschiffe (1200 t und darüber) für den Warschauer Vertrag 24 Stück angegeben wurden. Die 12 Landungsschiffe Projekt 108 (1743 t) der Volksmarine waren darin nicht enthalten.

Zitat Admiral Theodor Hoffmann, damals Chef der Volksmarine: „Um den möglichen politisch-moralischen Schaden zu begrenzen ... schlug ich dem Minister vor, die Landungsschiffbrigade der 1. Flottille früher als ursprünglich vorgesehen in eine Transportschiffsbrigade umzustrukturieren.

Der Minister für Nationale Verteidigung Armeegeneral Heinz Keßler unterschrieb den Befehl der Umstrukturierung noch vor dem Erscheinen der oben genannten Erklärung.