Ausbildungshulk „Gefion“

Die „Gefion“ 2004 im Hafen von Parow

Ex-Küstenschutzboot / Binnenminensucher der Klasse 394A „Frauenlob“.
Kiellegung: 06.03.1965, Stapellauf: 19.06.1965.
In Dienst: 17.02.1967 als W 33 zum 7.Minensuchgeschwader (MSG). Ab 17.12.1967 erhielt das Boot die Kennung M 2673, ab 1969 Y 1654 und ab 1973 M 2660. Am 08.10.1971 hatte die Stadt Kelkheim die Patenschaft über das Boot übernommen. Die Außerdienststellung des Bootes erfolgte am 27.03.2002.

Die „Gefion“ war ein Holzboot, das zum Räumen von Ankertau- und Grundminen geeignet war.
Das Boot bestand aus acht Wasserdichte Abteilungen:
Abteilung I Rudermaschinenraum, Abteilung II Sperrlast, Abteilung III UO-Wohnraum, Abteilung IV Motorenraum, Abteilung V Motorenraum, Abteilung VI Offz-Wohnraum, Abteilung VII Mannschafts-Wohnraum und Abteilung VIII Vorpiek.

Zur Vergrößerung bitte auf das Bild klicken - Zeichnungen: Deutsche Marine/MTS

 

Daten als Minensucher:
Bauwerft: Kröger, Rendsburg
Verdrängung: max. 249 ts
Länge: 38,01 m
Breite:   8,02 m
Tiefgang:   2,10 m
Besatzung: 24 Mann
Bewaffnung: 1x 40 mm/L70 Bofors Flak Breda Typ 58
  bis zu 30 Minen möglich
  Mechanisches Räumgeschirr, 2 Geräuschbojen, Hohlstab möglich
Geschwindigkeit:   14,3 kn
Antrieb: 2x Dieselmotoren MWM MB820LBA1 mit je 367,5 kW Leistung
Hilfsdiesel: 3x MWM RHS 518 VN mit je 36 kW Leistung
Stromversorgung: 2x Geraratoren Siemens-Schuckert G 194/21-4, je 60 kW
Bunkerkapazität: 5x 2700 l Kraftstoff
3x 2000 l Frischwasser
1x 1000 l Frischschmieröl

Weitere Informationen auf Homepage des 7.Minensuchgeschwader - hier

Anfang 2004 wurde das Boot im Marinearsenal Wilhelmshaven für Ausbildungszwecken hergerichtet. In der 1. Maiwoche des Jahres 2004 wurde die „Gefion“ gemeinsam mit der „Frauenlob“ in einem Schleppverband nach Parow zur Marinetechnikschule gebracht.
Dort dienten beide Hulk`s zur Ausbildung der Rekruten in der Grundausbildung. Die Rekruten der Antriebs-, Elektro- und Schiffsbetriebstechnik trainierten hier erstmals an laufenden Maschinen und Aggregaten, unter den engen Platzverhältnissen an Bord. Auch die ersten Grundlagen der der Leck- und Brandabwehr wurden hier geübt.

Regelmäßig wurde die Hulk in einer Werft überholt, so vom September 2006 bis zum 11.10.2006 in der Peenewerft Wolgast und zuletzt 2009.
Im Juni 2013 wurde die Ausbildungshulk „Gefion“ über die VEBEG zum Verkauf angeboten. Den Zuschlag bekam die Firma "JATOB Aps" in Bjerringbro (Dänemark). Am 27.03.2014 um 07:40 Uhr verließ die „Gefion“ mit Hilfe des dänischen Schleppers „Danasund“ den Hafen in Parow. Die Hulk soll in Frederikshavn zerlegt werden [siehe auch hier (794 KB)].

Das Höchster Kreisblatt veröffentlichte ein Artikel am 08.01.2015 zur Patenschaft der „Gefion“ [Hier der Link zum Online-Angebot]

 
Aufgenommen wurden die folgenden Bilder zum „Tag der offenen Tür“ der MTS 2008:
27. März 2014:

Danke für die Informationen von Frank Niemann und Heinz Broschinsky.

 

© 2020 Peter Kieschnick